Der Vogel schaut mit unnachgiebigem Blick den kleinen Fisch unter dem Ast. Der schwingt fröhlich hin und her und lacht den Vogel sogar aus. der Jäger lauert mit Geduld, doch er kommt nicht ran an seine Beute.
Der Fisch weiß, dass er absolut geschützt und unerreichbar ist. Aus Vorsicht wird Übermut. Bei jedem Windhauch beginnt er unbeschwert zu tanzen, schlägt freche Haken und provoziert den mächtigen Vogel im Bewusstsein seiner Hilflosigkeit. Der Vogel, unfähig sich zu bewegen, muss dem Treiben regungslos zusehen und harrt in Geduld aus. Doch er weiß, wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Wer sich in absoluter Sicherheit wiegt, neigt schnell zum Hochmut. Der Wind dreht sich im Leben schnell und genauso schnell wird man zur Beute.

